
Inseln und Städte
Während ihrer Reisen begegnen den Blue Jays eine Reihe von fiktiven Orten und Inseln. Dazu gehören sowohl unentdeckte Inseln wie Rocano, als auch versteckte wie Ombrimere. Die Île de Dauphin stellt eine fiktive, aber bewohnte Insel mit Hafenstadt dar. Sämtliche Orte werden von Haile Airgid, Navigator der Blue Jays, gewissenhaft dokumentiert und, wenn nötig, Karten von ihnen angefertigt.
Rocano




Rocano ist eine kleine Vulkaninsel südlich von Puerto Rico. Ihre Ausdehnung in West-Östlicher Richtung beträgt etwa 12 km, in Nord-Südlicher Richtung etwa 8 km. Im Nordosten wird die Insel vom etwa 500 Meter hohen Teufelsvulkan überragt. Auf seinem Gipfel liegen zwei Schlote. Der Hauptschlot liegt ungefähr in der der Mittel des Gipfelplateaus und wird „Teufels Küche“ genannt. In östlicher Richtung liegt ein zweiter, deutlich kleinerer Schlot, die „Herdplatte“. Auf der südlichen Flanke entspringt ungefähr in halber Höhe der „Teufelsfluss“, der im Südwesten der Insel unterhalb des „Princess-Beach“ ins Meer mündet.
Die Insel ist unbewohnt. Im Osten, Süden und Westen ist die Küstenlinie flach und von breiten Sandstränden gesäumt. Die Nordseite der Insel dagegen ist von steilen Felsklippen geprägt, die fast senkrecht ins Meer hinab fallen. Das Innere der Insel ist, abgesehen vom Teufelsvulkan, fast durchgängig von Urwald bedeckt. Einige kleinere Erhebungen und Hügelrücken ziehen sich in Nord-Süd-Richtung über das Inselinnere. Im Norden sind die Felsklippen von Untiefen gesäumt. Es gibt nur ein paar wenige, flache Durchfahrten zur Häherbucht. Vorsicht bei der Durchfahrt! In der Häherbucht liegt der Zugang zum Blauhähernest, einer großen Höhle vulkanischen Ursprungs. Der Höhlenboden ist eben und mit Sand bedeckt. Dadurch bildet er einen natürlichen, geschützten Ankerplatz.
Wahrscheinlich ist der Untergrund der Insel von einem komplexen Höhlen- und Gängesystem durchzogen. Zumindest lassen verschiedene Hinweise in der Geologie der Insel diesen Schluss zu. Auch die Flussgrundhöhle am Teufelsfluss ist vulkanischen Ursprungs.
Im Höhlensystem des Blauhähernestes gibt es einige heiße Quellen, in denen Süßwasser aus dem Boden tritt und über die Felsen ins Meer fließt. Daneben gibt es innerhalb der Höhle mehrere kalte Süßwasserquellen.
Auf der Insel gibt es Wildschweine. Achtung vor Moosmähnen. Die katzenartigen Raubtiere jagen im Rudel. Daneben sind viele verschiedene Vogelarten zu beobachten, insbesondere Papageien. In den Buchten rund um die Insel gibt es reiche Fischvorkommen, außerdem Krabben, Langusten, Muscheln und andere Meerestiere.
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Île de Dauphin
Die Île de Dauphin gehört zu den französischen Kolonien in der Karibik. Sie liegt im Gebiet der kleinen Antillen westlich von Dominica und nördlich von Martinique. Wie die übrigen Inseln dieser Inselkette ist auch die Île de Dauphin vulkanischen Ursprungs. Ihre Länge beträgt knapp 45 km von Norden nach Süden, 25 km von Osten nach Westen. Es gibt eine große Siedlung, Margueriteport, an der Westküste der Insel sowie mehrere größere Plantagen, die über die gesamte Inselfläche verstreut liegen.



In Margueriteport befindet sich ein geschütztes Hafenbecken, das von Schiffen bis etwa 40 Metern Länge und maximal 4 Metern Tiefgang angelaufen werden kann. Margueriteport ist zudem bekannt für seinen großen Markt. Der Ort gilt als wichtiger Handelsplatz innerhalb der Inselgruppe. In Margueriteport befinden sich neben dem Markt verschiedene Geschäfte, in denen alle denkbaren Waren erworben werden können. Für die Blue Jays ist Margueriteport zudem deshalb interessant, weil sich hier die Sirène, die Taverne von Louis, befindet. Sie zählt zweifellos zu den besseren Etablissements dieser Region, ist aber auch ein guter Umschlagplatz für Informationen aller Art.
Die Insel selbst ist vulkanischen Ursprungs und abgesehen von den gerodeten Flächen für die Plantagen mit dichtem Regenwald bewachsen. Im Norden der Insel gibt es einige Gebiete, in denen auf den fruchtbaren Vulkanböden mit gutem Erfolg Wein angebaut wird. Das Klima der Insel ist trotz ihrer Zugehörigkeit zu den kleinen Antillen gemäßigt und mild.





Ombrimere
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Ombrimere zählt zu den unzähligen Inseln und Archipeln der Virgin Islands. Ihre genaue Lage lässt sich aus Gründen, die sich unserer Kenntnis noch entziehen, nur schwer bestimmen. Die Insel war von einer Art magischen Barriere geschützt, die allerdings bei der Ankunft der Blue Jays zerstört wurde. Fersynth versucht nun, Wege zu finden, diesen Schutzschild wieder herzustellen.
Die Nord-Süd-Achse der Insel ist ca. 40 km lang. Gleiches gilt für die Ost-West-Achse. Auffällig an der Insel ist ihr annähernd kreisrunder Aufbau ohne ausgeprägte Buchten oder steile Klippen. Die gesamte Insel ist von flachen Sandstränden umgeben, die nur allmählich ins tiefe, offene Wasser über gehen. Im Nordosten liegt ein großer Süßwassersee, der von unterirdischen Quellen gespeist wird und über einen kleinen Flusslauf ins Meer mündet. An diesem See liegt die einzige größere Siedlung der Insel, in der sich auch Garrets Schiffswerkstatt befindet. Die Insel gliedert sich auffällig in vier Bereiche – Nord, Ost, Süd und West, mit vier ausgeprägten Klimazonen. Aus den Überlieferungen der älteren Dorfbewohner heraus ist es denkbar, dass diese Insel nicht natürliche Ursprungs ist.
Zu den Lebensgrundlagen der Bewohner zählen Jagd, Ackerbau, Viehzucht und Fischfang. Im Norden erhebt sich eine Bergkette, in der Hirsche und Gämsen ihren Lebensraum haben. Dies sind begehrte Beutetiere für Fleisch. Im Osten liegen offene Gras- und Ackerflächen. Hier halten die Bewohner Schafe und Ziegen. Daneben bauen sie Getreide an. Im Süden sind die Umweltbedingungen heiß und trocken. Hier wachsen seltene Früchte, die unter normalen Umständen vor allem in Äquatornähe heimisch sind. Im Westen liegen ausgedehnte Wälder, die von großen Rotten wilder Schweine durchstreift werden. Die Jagd auf diese Tiere erfordert allerdings enormes Geschick. Ausgewachsene Eber erreichen eine Widerristhöhe von knapp 1,50 Metern und sind von der Schnauze bis zur Schwanzspitze rund 3 Meter lang. Sie können bis zu 350 kg schwer sein. Bachen, also die weiblichen Tiere, sind etwas kleiner.
Der Insel vorgelagert sind einige Riffe, die allerdings keine Barriere rund um die Insel bilden. Viel mehr sind diese Riffe ein reicher Fanggrund für die Fischer der Insel.
Zu den besonderen Auffälligkeiten der Insel zählen zudem die „Brunnen der Elemente“, die sich entsprechend der vier Himmelrichtungen an den jeweils nördlichsten, südlichsten, östlichsten und westlichsten Punkten der Insel befinden. Jedem dieser Brunnen ist jeweils ein Element zugeordnet: Wasser im Norden, Erde im Osten, Feuer im Süden sowie Luft im Westen. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Brunnen mit der magischen Barriere um die Insel in Verbindung stehen. Ein eindeutiger Beweis dafür konnte allerdings bislang noch nicht erbracht werden.

Sombras



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Die Insel Sombras liegt etwas abseits der breiten Handelsstraßen, war eine Zeitlang aber bekannt für ihre Bodenschätze. Diese bestanden größtenteils aus Eisen, doch ein Minenarbeiter stieß tatsächlich auf Gold. Dies löste einen gewissen Hype um die Insel aus. So interessierten sich plötzlich auch benachbarte Königreiche für das Eiland.
Zusätzlich ist die Insel bekannt für schöne Strände, eine recht steile Landschaft und Palmenwälder. Es gibt einen Anleger in der größten Bucht an der Nordseite der Insel. Das Dorf beginnt indieser Bucht und reiht sich immer weiter den großen Berg hinauf, der die Mitte der Insel dominiert. In diesem Berg finden sich zahlreiche Stollen, die früher für die Minenarbeit und als Verbindungswege dienten, heute aber größtenteils verschüttet sind und nicht mehr betreten werden sollten.
Das Haus der Königsfamilie thront über den Häusern und der Mitte der Bucht, halb im Berg versteckt. Es ist recht imposant, dennoch wirkt es auch bescheiden für ein „Königsschloss“. Direkt am Hafen befindet sich die Taverne von Irma, die "Salzlaterne". Sie ist recht klein, bietet aber immerhin Platz für alle verbliebenen Dorfbewohner im Schankraum. Rum oder Bier wird man hier nicht mehr finden, dafür bewirtet Irma die Gäste mit den Sombras-eigenen Nebeltrünken, welche aus den heimischen Nebelpflaumen gewonnen werden.
Mittlerweile sind die meisten Häuser eingefallen, es wirkt alles wie eine Ruine und die Insel wirkt überwiegend überwuchert und unbewohnt. Menschen gibt es kaum noch, dafür kann man aus den Ruinen und den Stollen ab und zu qualvolles Stöhnen vernehmen. Nachts erwacht die Insel zum Leben und merkwürdige Gestalten sind zu beobachten. Die Bewohner bekommen davon nicht viel mit, aber zwischen den Ruinen breiten sich unheimliche Totenschimmer ab. Es scheint, als würde grüner Fackelschein zwischen den Palmen und Hausresten umherlaufen...

